Auktion, Bullen und Schwaden

Nun sind schon wieder ein paar Tage rum, seit wir in Valentine gewesen sind. In den letzten Tagen war ein bisschen Relaxen angesagt. Wir sind vorgestern Morgen ganz früh mit zwei Bullen im Gepäck zu einer Auktion gefahren. Als wir dort ankamen konnte man so viele Kälber, Kühe und Bullen auf einem Fleck sehen, dass ich mir das irgendwie wie eine Arena oder sowas vorgestellt habe. War dann aber doch recht überschaulich. Man kam rein und dort saßen 5 Leute die sich das angeguckt haben (5 ist wörtlich gemeint, ich habe gezählt) und 4 Leute die das Bieten gemanaget haben, 1 Cowboy mit Pferd unten auf dem „Vorführplatz“ und wir vier. Spannend war wie schnell der „Moderator“ reden kann. Ich hab mich nur gefagt wie sich das wohl in deutsch anhören würde. In Englisch hat es mehr Singen geglichen als Sprechen und meine Gastschwester hat mir dann auch schnell zugeflüstert, dass sie ebenfalls kein Wort versteht 😀 Aber seht selbst, ich hab ein kurzes Video davon aufgenommen

Heute morgen bin ich mit meinem Hostdad raus gefahren zu den Rindern. Wir haben Salz und Mineralfutter in Tröge verteilt, die sich irgendwo in den Sand Hills befinden. Es ist wirklich erstaunlich wie er nahezu jeden Hügel kennt während ich schon längst die vollkommene Orientierung verloren habe. Außer das Salz zu verteilen, mussten wir auch gucken ob alle Windräder noch funktionieren, denn diese pumpen das Grundwasser in Behälter wo die Cattle dann raus trinken können. Gestern abend hatten wir erst eine repariert, wo nicht mehr genug Wasser aus dem Rohr kam. Auch haben wir in jeder Herde kontrolliert ob die Bullen putzmuter sind oder ob sie sich gegenseitig schon die Köpfe eingerannt haben. Eine Herde haben wir auf einer falschen Fläche erwischt. Diese Fiehcher haben sooooooo unglaublich viel Platz und trotzdem durchrennen sie einfach einen Zaun. Die sollten sich glücklich schätzen. Die würden in Deutschland auf ner schönen saftigen (in unseren Augen großen) Wiese wegen Platzmangel eingehen, wahrscheinlich 😀

Nach dem Mittagessen war mein Hostdad dann erstmal Zaun reparieren. Danach sind Amanda und ich mit dem Schwader los gefahren und mein Hostdad mit der Ballenpresse. Amanda hat mir kurz gezeigt wie es geht und ich hab dann weiter gemacht.

Der Bulle kämpft auch durch den Zaun mit dem Bullen vom Nachbar. Auf meine Nachfrage hin, meinte mein Gastvater, dass es durchaus mal vorkommt, dass sie den Zaun durchrennen und sich die Herden mischen. Na zum Glück gibt es Brandzeichen…

Wir sind dann auf unseren Bullen zugefahren und er hat doch tatsächlich den Kampf mit einem Pick Up aufgenommen 😀 Ich habe erstmal ein Schrecken bekommen als wir auf einmal einen riesen Bullen vor dem Auto kleben hatten. Er hat dann aber ziemlich schnell das Weite gesucht, als er gemerkt hat, dass er keine Chance hat.

Das Wochenende über fahren meine Hostmum, Amanda und ich nach Wayne, meine andere Hostsister Stacy treffen, ein Rodeo anschauen und evtl noch einen Milchviehbetrieb anschauen. Mal sehen 🙂 Ich freu mich auf jeden Fall drauf und ich wette Montag abend werde ich wieder ein paar tolle Bilder in der Tasche haben.

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