Montag, Dienstag und bald ist schon wieder Abreisedatum…

Ich kann es kaum glauben, dass morgen schon wieder Mittwoch ist. Die Zeit rennt nur so dahin!

Meine ersten Tage bei Jim, Dotti und Mari waren wirklich anstrengend. Ich kann hier richtig mitarbeiten, anders als in der ersten Gastfamilie.
Montag morgen, nachdem ich ein bisschen ausgeschlafen hab, hab ich mich einfach mal in der Küche selbstständig gemacht und mir ein Frühstück zusammen gesucht, da sonst niemand mehr im Haus war. Als ich dann Joghurt, Müsli, Toast und Nutella gefunden hatte, hab ich zur Abwechslung mal AUF den Küchentresen geguckt und nicht nur in die Schränke. Mari hatte mir einen Zettel hinterlassen wo alles drauf stand…
Ich sollte vielleicht doch öfter mal meine Brille tragen, wobei ich bezweifel, dass das dann besser wird.
Naja besser spät als nie 😉 So konnte ich wenigstens ihrer Idee vom Draußen frühstücken nachgehen und das war wirklich toll!

Nach dem Frühstück bin ich dann mit Mari auf den Quads raus in die Prärie gefahren um die Bullen zusuchen, die wir den Abend vorher nicht gefunden haben. Einen von ihnen haben wir dann im hohen Gras außerhalb der Zäune aufgespührt und ihn fix in das nächste Pasture getrieben.
Anschließend haben wir auch den anderen gefunden. Er war in einer anderen Herde untergekommen. Wir haben ihn also aus der Herde über die Hügel zu seiner Wiese zurück getrieben… Naja nicht ganz. Mein Quad ist inmitten der Herde ausgegangen und ich hab es doch beim besten Willen nicht wieder anbekommen. Erst hat Mari es nicht mitbekommen und dann konnte sie nicht mehr anhalten da sie den Bullen vor sich getrieben hat.. Die Kühe waren auf jeden Fall sichtlich erstaunt darüber, dass ich einfach so da rum stehe mitten zwischen ihnen.. Die ein oder andere hat sich dann mal zu mir getraut und mich beschnuppert. Nach einigen Versuchen hab ich dann das Quad doch wieder myself anbekommen, jedoch waren Mari, Jack (der Hund) und der Bulle schon über alle Hügel und ich bin weißgott noch nicht lange genug hier um den einen Hügel vom anderen unterscheiden zu können…
Also bin ich auf die Spitze des Hügels gefahren, der mir am höchsten erschiehn, hab das Quad ausgestellt und gelauscht ob ich irgendwo das andere Quad höre…
Da war garnichts… außer Grillengezirpse, Vogelgezwitscher und Muhen… Also will ich das Quad wieder anstellen…Und siehe da, ich bekomme es schon wieder nicht an. Kurz darauf kam dann aber Mari und hat mir geholfen. Seit dem versuche ich immer das andere Quad zu erwischen, da geht das nämlich einfacher 😉

Zum Mittagessen waren Mari, Jack und ich dann wieder pünktlich auf der Ranch. Dotti hat so toll gekocht! Spaghetti bolognese und Kartoffeln mit Gemüse. Schon alleine weil es kein Fastfood war hab ich es genossen!!

Nach dem Mittagessen sind Jim, Dotti, Mari, Jack und ich raus gefahren um Zäune zu reparieren. Ich weiß nicht wie man in dieser Hitze arbeiten kann. Mir ist die ganze Zeit schwindelig geworden. Wie auch immer, ich hab trotzdem mit angepackt!
Ich war wirklich froh als wir aufgehört haben, zur Ranch zurück gefahren sind und Eis gegessen haben!Nachdem wir uns einigermaßen abgekühlt hatten, sind wir zum sehr nah gelegenen Fluss gefahren. Wirklich toll wenn kein Glitschi und Schleimi im Fluss ist sondern nur reinster Sand. Das tat wirklich gut nach der Arbeit in der Hitze (:
Lange haben wir es allerdings nicht ausgehalten, da der Wind am Fluss und das Wasser dann doch etwas zu kalt waren..

Dienstagmorgen haben wir dann früh angefangen weiter den Zaun zu reparieren. Zum einen, weil es dann nicht so heiß ist und zum anderen, weil Mari um 10 Uhr zur Arbeit nach Broken Bow musste… Der erste Grund hat sich schonmal nicht bestätigt. Es war trotzdem schon wieder viel zu heiß!! Naja, dafür war es nicht mehr viel. Nach dem Reparieren haben Dotti und ich uns die Quads geschnappt und eine Herde Rinder zu einem anderen Pasture getrieben. Auf der Ranch zurück haben wir uns eine Weile abgekühlt, Mittag gegessen und ausgeruht um dann nochmal mit dem Auto los zufahren… Dotti und Jim wollten mir noch ein paar Plätze von Nebraska zeigen…

Als erstes sind wir an einer Fläche vorbei gefahren, die letzte Woche bei einem Gewitter angefangen hat zu brennen. (Hier hoffen momentan alle auf Regen, es ist einfach viel zu trocken und das Heu wird dieses Jahr fast einen Monat früher geerntet als normal…) Es war krass zu sehen wie weit sich das Freuer eines Blitzes ausbreiten kann… Insgesamt waren die Feuerwehrmannschaften aus 5 Orten am Löschen beteiligt.

Als nächstes haben wir an einem Aussichtspunkt gehalten, wo man von den Bergen aus den Schnitt zwischen Farmland und Sand Hills sehen konnte.

Und zum Schluss haben wir kurz in Arnold gehalten um den Einkauf zu erledigen und ein Eis zu essen… Das Restaurant hatte allerdings zu… Also haben wir einen „kleinen“ Umweg nachhause genommen und an einer Tankstelle Softeis gegessen.

Achja, und auf dem Heimweg habe ich dann tatsächlich meinen ersten richtigen Regen erlebt 😉 Allerdings war davon nichts auf der Ranch der Roseberrys zu sehen :/

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2 Gedanken zu „Montag, Dienstag und bald ist schon wieder Abreisedatum…

  1. Hallo Chiara!
    Das hört sich wieder gut an! Und das Essen schein ja dieses Mal auch zu stimmen, toll. Nutelle, Kartoffeln mit Gemüse usw. Wieviel Kg sind´s denn schon?
    Ja, ein Gewitter kann viel Unheil anrichten. Wahrscheilich hast Du es nicht mitbekommen, aber vor fast 2 Wochen gab´s in der Nähe von Korbach auch ein heftiges Gewitter. Vier Frauen auf einem Golfplatz hatten sich in einer Hütte untergestellt und waren sofort tot nach einem Blitzschlag. Die Vierte lag noch einige Tage im Krankenhaus und ist aber auch gestorben. Bei uns hat man nicht viel davon mitbekommen.
    Und „Wetter“ haben wir auch nicht. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Sonne, regen, wa.rm, kalt. Einfach keinne riichtigen Sommer. Aber das sind eben die Launen der Natur. Bisher konnten wir noch kein Heu machen.
    Also, freue mich auf die nächsten tollen Bilder
    Liebe Grüße
    Bettina

  2. Hallo Chiara, wir haben deinen Bericht mit Spannung gelesen.Er ist sehr gut geschrieben man hat das Gefühl im Wildem Westen zu sein. Aber man sieht auch das die heutzutage nicht nur riesige Hamburger haben sondern auch riesige Traktoren besitzen. Ich wusste gar nicht das John Deere so etwas baut. Nun bei uns in Deutschland wären diese Maschinen ein Witz bei der Größe.Du hast dort eine Interesante Zeit die dir bestimmt immer in Erinnerung bleiben wird. Genieße die Restzeit wir sind gespannt wir es weitergeht und freuen uns auf die nächsten Blog’s. Bis bald Renate und Gustav.

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