GO BIG RED! und die Nebraska State Fair

Freitag: Sind Tammy’s Eltern aus West-Nebraska zu Besuch gekommen und Abends sind wir alle auf ein Football-Game von Garret gefahren. Mir ist allerdings mal wieder was typisch Wagner passiert. Ich hab meine Kamera mit gehabt. Allerdings keine Baterie drin und auch keine mit. Also keine Fotos. Stattdessen saß ich die meiste Zeit mit Tammy’s Handy auf der Bank und hab „Football“ gegoogelt um wenigsten ein bisschen zu verstehen um was es in dem Spiel überhaupt geht. Naja, ich konnte ziemlich schnell feststellen dass Rodeo doch schon mehr mein Fall ist als ein Spiel wo irgendwelche Bekloppen hinter einem nicht runden Ball her rennen und sich gegenseitig umrempeln. Auf dem Rückweg mussten wir dann durch einen Kreisel fahren und ich bin mir ganz sicher gewesen, dass wir auf dem Hinweg von links gekommen sind. Tammy war sich aber genau so sicher, dass wir von geradeaus gekommen sind. Nach einigen Minuten gerade aus, musste sie dann aber doch feststellen, dass ich recht hatte.

Samstag: Sind wir ganz früh morgens nach Omaha, Boys Town gefahren, wo Katheryn ein Volleyball-Game hatte. Die Boys Town ist eine Schule für Schwererziehbare oder auch Schüler, die keine Eltern mehr haben. Früher war es nur für Jungs, heute auch für Mädels. Katheryn’s Team hat gegen 3 andere Teams gespielt und ist insgesamt 2. geworden. Nach dem letzten Spiel haben Garret, Tim, Tim’s Eltern Larry und Rosy und ich uns auf den Weg nach Lincoln gemacht. Ich habe in den ganzen 3 Monaten noch nie so viele Autos auf der Interstate gesehen, wie an diesem Tag. Alle waren auf dem Weg zum Stadion, wo das Eröffnungsspiel der Saison stattfinden sollte!

Da Jan und Earney Mehl, die ich schon auf der IFYE Conference kennengerlent hatte, noch eine Eintrittskarte über hatten, haben wir uns mit den beiden und deren Tochter Kim mit ihrem Mann und Tochter vor dem Stadion getroffen und ich bin dann mit ihnen rein gegangen. Es war überwältigend, wie viele Menschen in Rot dort waren. Wenn das ganze Stadion gefüllt ist (so wie Samstag) sind dort mehr Menschen, als in der 3. größten Stadt Nebraskas. Und die Atmosphäre hat mich irgendwie an Rock am Ring oder Open Flair erinnert. Wirklich toll! Was das alles aber total abgestuft hat, war die unerträgliche Hitze. Es war nicht eine Wolke am Himmel zu sehen und kein Lüftchen war zu spüren. Ich liebe es, wenn die amerikanische Nationalhymne gespielt oder gesungen wird. Auf jedem Football-Game, Baseball-Game und auch auf jedem Rodeo wird zu beginn dieses Lied gesungen oder in diesem Falle von der riesigen, wirklich großartigen Band gespielt.

Allerdings, habe ich es nur eine Stunde oben in der Hitze ausgehalten und bin dann runter gegangen, wo man Fastfood und Trinken kaufen konnte. Wäre ich länger oben geblieben, wäre ich wahrscheinlich irgendwann umgekippt, wie sehr viele andere Menschen. Da das Spiel um halb 3 los ging, war es in den heißesten Stunden des Tages. Ich saß dann unten und habe das Spiel noch halbherzig auf einem Bildschirm verfolgt. Da es aber auch dort viel zu heiß war, hab ich mich irgendwann nur noch auf den Boden gelegt, geschlafen und gewartet, dass es endlich ein Ende hat. Viele Menschen haben das Stadion schon verlassen, bevor das Spiel zuende war. Die Husker’s haben gewonnen und das wussten sowieso schon alle vorher und das ist ja auch das einzig wichtige. Ich war auf jeden Fall sehr froh, als ich abends endlich die Liter Schweiß, die ich den Tag geschwitzt hatte, aberduschen konnte und mich einfach nur noch ins Bett legen konnte!


das war noch ziemlich am Anfang, als das Stadion noch nicht zu voll war. Man sieht mir die Hitze mit dem roten Kopf trotzdem schon an.

bei dem ersten Touchdown werden Ballons los gelassen

Sonntag: Ich habe mit der Familie Mehl in einem Motel in Lincoln übernachtet und konnte irgendwie überhaupt nicht gut schlafen, war deshalb dem entsprechend müde Sonntag morgen. Für ein bisschen Ausruhen war aber keine Zeit. Direkt nach dem Frühstück sind wir weiter nach Grand Island zur Nebraska State Fair gefahren. Um halb 3 sollte eine „Reception“ für mich statt finden. Das heißt viele Leute, die mich schon kennen oder mich kennen lernen wollten sind gekommen und haben die Möglichkeit gehabt, sich mit mir über meine Erfahrungen in Nebraska und Deutschland zu unterhalten. Bis das angefangen hat, bin ich aber erstmal mit den Mehl’s  ein bisschen auf der Fair herum getingelt und direkt auch ein paar Leute getroffen, die ich konnte. Einen Jungen aus Gothenburg, mit dem Cicely und ich uns einen Tag getroffen haben, einen Mann aus Blair, den ich letzte Woche auf einem Feldtag getroffen habe und den Manager der Dawson County Fair (3. Gastfamilie).

Um halb 3 war es dann so weit und ich habe endlich die Roseberry’s, meine zweite Gastfamilie wieder getroffen. Ich hab mich so gefreut sie nochmal zu sehen! Auch meine erste Gastfamilie (Keys), der 4H-Beauftragte von dem County wo ich momentan wohne, Kerry und Don Witte (Der Bruder von Ruth Ready) und viele andere Leute sind gekommen. Ich habe Fotos von Zuhause und von meinen Erlebnissen in Nebraska als Diashow auf meinem Laptop laufen lassen. Es war einfach ein wirklich angenehmer Nachmittag und es war toll alle nochmal wieder zu sehen, kurz bevor ich nach Deutschland zurück muss.

Nach der Reception sind Dotti, Jim, Mari, Amy, ihre Tochter Bred und ich noch eine Weile auf der Fair herum gelaufen und Abends bin ich dann mit Dotti, Jim und Mari nach Kearney (40 Min) zu dem Haus von Jim und Dottis Sohn (Cole und Cash’s Dad) gefahren. Die Familie ist über das Wochenende weg gefahren und so konnten wir dort übernachten. Obwohl ich wirklich hundemüde war und kaum die Augen offen halten konnte, habe ich mich noch ein paar Stunden mit den 3en ins Wohnzimmer gesetzt und gequatscht. Ich wollte einfach den letzten Abend nochmal genießen!German Car!

Dieser Herr rechts im Bild hat „New German Technology“, irgendeinen deutschen Kleber, verkauft. Da meine Tasche eingerissen war, habe ich kurzer Hand entschienden ihn einfach mal anzusprechen und zu fragen ob er sie wohl reparieren könnte. Nachdem ich erwähnt habe, dass ich von Deutschland bin, war er auch schon am Tasche kleben.

Achja und es gab sehr viele Dinge, die dort verkauft wurden, die angeblich „made in Germany“ sind, denn wenn die Amerikaner diesen kleinen Satz lesen, gehen sie sofort von guter Qualität aus. Allerdings war dieser Kleber wirklich hervorragend. Meine Tasche ist „fixed“ 😉

Chiara, the Cow and Bret, the Cowgirl

Montag: werde ich später posten 😉 ich muss mich jetzt erstmal fertig machen, weil wir gleich noch auf ein Volleyball-Game von Katheryn fahren wollen. Wenn ich glück habe, fahre ich mit Tim in seiner Corvette 😉

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3 Gedanken zu „GO BIG RED! und die Nebraska State Fair

  1. Hi, Chiara!
    Tolle Bilder und toller Film. Man kann nur ahnen, wie beeindruckend es war und ist!
    Übrigens, ich glaube diesen Kleber erkannt zu haben an der Flasche.
    Das war Jens´s Spezialkleber, der bei uns im Kühlschrank steht !!!
    Lustig oder ?!
    Ja und die deutsche Wertarbeit kenne wir!
    Viel Spaß noch und grüße uns dn Larry
    Bettina

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