Good Bye Nebraska!

Als ich Montag mit den Roseberrys zurück zu der Fair gefahren bin, war es bereits Mittag. Wir wollten uns dort mit einer Familie treffen, die den Tag bevor Besuch aus Deutschland bekommen hat. Kathrin ist in meinem Alter, kommt aus Flensburg und wird ebenfalls für 3 Monate in Amerika sein, macht das allerding alles auf eigene Faust und wird auch nicht nur in Nebraska bleiben. Ich denke, es tat ihr ziemlich gut, nochmal jemanden zu treffen, der das Gleiche schon so gut wie hinter sich hat und ich muss sagen, mir hat es auch gut getan! Allerdings gabs für mich dann nur noch WIrrwar. Erst habe ich mit ihr Deutsch gesprochen mit ein paar englischen Worten, dann mit meiner Gastfamilie Englisch, dann mit Kathrin auch Englisch und mit meiner Gastfamilie Deutsch. Irgendwie ist mir aufgefallen, dass ich selber garnicht mehr merke, welche Sprache ich gerade spreche. Ich spreche sie einfach.
Den Rest der Woche habe ich größtenteils auf der Farm verbracht, einen Tag war ich mit Katheryn in der Schule (Allerdings haben die Lehrer nur für eine Stunde zugestimmt) und Mittwoch habe ich eine Runde mit Tammy in Iowa gedreht. Wir waren in einem Naturschutzgebiet oder so etwas in der Art und haben unter anderem eine Schnappschildkröte getroffen.

über die Missouri-Brücke von Nebraska nach Iowa

die etwas zu gelben Sojabohnen

Schnie schna Schnappi

Donnerstagabend haben Tammy und ich uns mit Scott, einem Auktionär getroffen. Er hat ein 4-Personen Flugzeug und er hat uns angeboten, eine Runde mit ihm zu fliegen. Eigentlich wollten wir das letzte Woche schon machen, aber ständig ist etwas dazwischen gekommen. Ich hatte schon Angst, dass es nicht mehr stattfindet. Wir sind also ins Flugzeug gesprungen, Tammy hinten, Scott und ich vorne und dann gings los! Es ist wirklich total anders mit so einem kleinen FLugzeug zu fliegen, als wenn man irgendwo hinten drin Sitzt und die Piloten noch nicht mal sieht. Wir sind über die Farm der Gregersons geflogen und dann Richtung Missouri River und Iowa. Irgendwie hat mich die Landschaft von Oben noch mehr an Norddeutschland erinnert als von unten schon. Nach einer Weile Landschaft angucken und Fotos schießen, meinte Scott aufeinmal, dass ich jetzt dran sei. Er hat mir gezeigt wie man Lenkt (links, rechts, hoch, runter) und Gas gibt, und all die anderen technischen Einzelheiten, wo ich schon garnichts mehr verstanden habe (Tammy hat es aber auch nicht verstanden!) und dann bin ich ein Flugzeug geflogen! Er hat nichts mehr gemacht. Er hat sich mit Tammy unterhalten und in irgendeinem Buch herum geblättert. und ich bin geflogen! Wirklich beeindruckend war das!
Leider ist es dann auch schon viel zu schnell dunkel gewurden und wir mussten zurück fliegen. Ich fand es trotzdem wirklich toll und es war der beste Abschluss für 3 Monate Nebraska!

Ausritt mit Tammy, ihrer Freundin und deren Tochter

Sonnenuntergang vom Flugzeug aus. Und im Vordergrund die Farm der Gregerson’s

Letztes Jahr war hier eine ganz schlimme Überflutung. Viele Häuser wurden überflutet und mehrere 1000 acre Farmland wurde „übersandet“. Von dieser Überflutung werden die Farmer auf jeden Fall noch lange etwas haben. Und zwar nichts Gutes.

Zirkelbewässerung

Scott, Tammy und ich in der Luft

In dem letzten Blog hatte ich schon erwähnt, dass ich vielleicht mit Tim eine Runde Corvette fahren werde. Leider ist an dem Tag nichts drauß geworden, da wir zu spät dran waren. Dafür aber Freitag! War dann auch echt cool, allerdings extrem laut!

Familienfoto vor dem neuen Haus. (Tim, Tammy, Chiara und Buckshot, Katheryn, Garret)
Tammy hätte mich wirklich am liebsten adoptiert.

Und heute (samstag), heute bin ich dann von Larry, Tim’s Dad nach Omaha zum Flughafen gebracht und ich hab mir das letzte mal Nebraska vom Flugzeug ansehen können und über all die wunderbaren Menschen und Erlebnisse nachdenken, die mich nach diesen 3 Monaten IFYE-Zeit mit diesem Staat verbinden.

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7 Gedanken zu „Good Bye Nebraska!

  1. Hi Chiara,
    das war ja wohl ein Super-Abschluß in Nebraska! Du hast ein Flugzeug gesteuert, wirklich der Hammer! (Neidmodus aus 🙂 ) Und wie immer super Bilder!
    Aber warum gibts kein Bild von der Corvette?
    lg Uwe & Fam

  2. Hi Chiara!
    Ja wieder noch einmal sehr beeindruckend !
    Und irgendwie spüre ich Abschied und kann Dich so gut verstehen.
    Aber andererseits spürt man auch dass Du jetzt weitergehst, ein Stück vom Herzen zurückbleibt, aber Du auch weitergehst und geniesst.
    Aber Du kennst ja auch die Ifye´s, und weißt, wie die Verbundenheit bleibt, siehe unsere ganze Familie. Und immer, wenn´s gut läuft und genügend Zeit ist, hat man zwei mal im Jahr das Gefühl, dem allen wieder sehr Nahe zu sein. Neue kommen dazu, Ifye´s aus anderen Ländern sind dabei und meistens gibt es schöne Berichte von den „Neuen“ und man taucht wieder ab, in das „Selbst-Erlebte“, ist auf ganz besondere Weise mit allen verbunden.
    Wir alle freuen uns schon sehr auf das nächste Treffen, denn dort wird Chiara Wagner von ihren Erlebnissen berichten.

    Übrigens: So ein Fahrzeug wie oben im Bereicht fehlt uns ja noch, oder? Jeder kann sich selber denken, was ich wohl gemeint habe.
    Alles Liebe, freue mich auf Mittwoch, wenn auch nur kurz
    Liebe Grüße
    Bettina

  3. Aufwiedersehen Chiara, bis wir uns wieder traeffen. Hofentlich in kommenden Jahren kommst du einmal wieder nach Nebraska mit einem Mann und Kinder, ja? Ich moechte auch einmal in das Europishe IFYE Conference gehen. Also…..bleiben wir all zusammen gebunden im namen IFYE!!
    Liz Hofmann-Carlson

  4. Wow – das war ja wirklich noch mal ein beeindruckender Abschluss! Kann man da den Neidmodus wirklich vollständig ausschalten 🙂 ?

    Wie immer – toller Bericht, superschöne Fotos!

    Besonders bewegt hat mich allerdings auch dein vorletzter Blog über dein Heimweh nach Amerika… Du kannst dir gar nicht vorstellen, wieder im „normalen“ Leben anzukommen und denkst, dass es gar nicht lange dauern wird, bis du dich wieder auf die Socken machst… so habe ich es damals bei meiner Reise erlebt. Bei dir muss dieses Gefühl noch viel intensiver sein, weil du so viel (innigen) Kontakt zu den Menschen hattest! Aber wie schön, wenn man sagen kann, dass man noch eine zweite Heimat hat – wenn es einem warm wird ums Herz, wenn man nur an eine bestimmte Landschaft oder eine bestimmte Stimmung denkt. Das wird dich noch sehr lange (oder vieleicht immer) begleiten und dass ist das Schöne – auch wenn es jetzt erstmal weh tut (zumal du ja so einen schnellen Übergang nach Osnabrück hast – das ist natürlich schon schade, dass du so wenig Zeit zum Ankommen hast)… Es wird letzten Endes nicht so schwer, wenn du erstmal wieder hier bist, wenn du wieder mehr nach vorn schaust, wenn einfach der nächste Schritt dran ist!
    Bevor ich noch mehr Weisheiten von mir gebe, die du wahrscheinlich schon von allen anderen gehört hast – alles Liebe noch für die letzten zwei Tage! Und einen guten Flug zurück!!
    Liebe Grüße Doris

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