Die letzte Gastfamilie!

So, nun bin ich also in einem neuen Haus mit einer neuen Gastfamilie und ich muss sagen, mir gefällt es vom ersten Augenblick wirklich gut! Ich bin so froh hier zu sein.

Ich bin nun in Herman, Nebraska Tim, Tammy und ihren beiden Kindern Gerit (17) und Kathrin (15). Die vier haben ein niegelnagelneues Haus und ich fühl mich wirklich richtig wohl. Ich bin gespannt, was mich die nächsten 2 Wochen so erwarten und bin wirklich richtig froh hier zu sein!

 

Ein Bad für mich allein:

eines der beiden Wohnzimmer:die Küche und der Essbereich:

 

Und das Beste ist, dass ich eine Fernbedienung für Licht und Klimaanlage habe. Das ist so cool!!

 

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Umzug

Ich danke euch allen für eure Kommentare, aber ich kann hier leider wirklich nicht wohnen bleiben. Ich denke es ist für alle Beteiligten besser, dass ich morgen umziehe in eine neue Familie. Dann kann ich meine letzten 2 Wochen IFYE-Zeit wirklich nochmal genießen. Ich denke auch in dieser einen Woche habe ich Erfahrungen gemacht, die mich wahrscheinlich in Zukunft noch prägen werden. Man soll ja für jede Erfahrung dankbar sein, und das bin ich auch in diesem Fall wirklich. Genauso dankbar bin ich ber jetzt auch, morgen umziehen zu können.Ich melde mich dann wieder, wenn ich in der neuen Familie bin. Bis dahin, ein dickes Danke an alle, die meinen Blog so treu verfolgen. (:

Ich werde jetzt erstmal nichts weiter über die Familie erzählen, weil ich denke, dass es nicht angebracht ist, so etwas öffentlich zu machen. Ich kann euch nur sagen, dass ich mich hier nicht wohl fühle. Ich werde einfach erzählen was ich die letzten 2 Tage so gemacht habe.

Gestern morgen sind Carol, Anna und Ruth ganz früh aufgebrochen um nach Chicago zu fliegen. Sid und ich sind zuhause geblieben. Sid arbeitet in einer Highschool und war also den ganzen Tag am arbeiten. Ich hatte nichts zutun und habe wie im letzten Blog angefangen zu putzen. Ich hab fast den ganzen Tag damit zugebracht die Küche auf Fordermann zu bringen. War ganz schön viel Arbeit. Danach ist Sid irgendwann nachhause gekommen und wir haben zusammen Tomaten geerntet. Einen ganzen Eimer voll mit Tomaten. Anschließend hab ich ihn gefragt, ob er ein Fahrrad für mich hat. Und es war sogar tatsächlig eins vorhanden. Ein altes orange farbendes klappriges Fahrrad ohne Gangschaltung. Ich fand es wirklich cool. Irgendwie mag ich alte Fahrräder mehr als die modernen hightech Fahrräder. Ich bin also bei 35°C los geradelt. Nach nicht mal einer Minute hab ich ein Hecheln hinter mir. Einer der Hunder ist mir gefolgt… Bei der nächsten Kreuzung hat er sich das dann aber doch nochmal anders überlegt und ist wieder zurück gerannt. Ich hab tapfer weiter gestrampelt. Kaum war ich auf der Höhe der nächsten Farm hab ich auch schon ein lautes tiefes Bellen von der Einfahrt gehört und dann sah ich auch schon 2 Schäferhunde die wie zwei Bekloppte auf die Straße zugerannt kamen. Ich hab sofort gesehen, dass die mich fressen wollten. Das waren echte Wachhunde. Das war kein halbherziges Kläffen, dass war das Tischgebet fürs Abendbrot! Ich hab also wie eine Irre in die Pedalen getreten um diesen Bestien irgendwie zu entkommen. In diesem Moment hab ich mir nichts anderes als ein Hightech Fahrrad gewünscht! Als ich gesehen hab, dass sich der eine Hund auf den Weg zurück zur Farm machte, bin ich langsamer gewurden. Es hat aber nur 2 Sekunden gedauert, bis ich das Bellen des anderen Hundes DIREKT hinter mir gehört habe. UND WIEDER IN DIE PEDALEN! Ich hatte ANgst um mein Leben! Bei der nächsten Kreuzung hat er es endlich auch aufgegeben, hat mir aber noch eine ganze Weile hinterher geschaut. …Tja für ein gutes Gourmet Abendessen muss man halt doch ein bisschen härter arbeiten.

Da ich keine Lust hatte, nochmal an der Farm vorbei zu fahren und nochmal um die Wette zu strampeln, bin ich dann die nächste Straße rechts abgebogen. Da hier alle Straßen wie ein Karomuster angeordnet sind, habe ich mir gedacht 3 mal rechts abbiegen bringt mich zurück auf die Straße, wo ich vorher war. War dann auch tatsächlich so. Alledings hab ich nicht die Entfernung, die Hügel und die Hitze bedacht! Ich hab ständig nach Bewässerungspipes Ausschau gehalten. Mir war echt schwindelig von der Hitze und dem Gestrampel. Naja nach ca. 1 Stunde bei 35°C Rad fahren bin ich dann endlich zurück auf der Farm gewesen. Ich war knallrot! Nur noch schnell ein Stück Pizza zu Abend gegessen und ab ins Bett.

Heute morgen um halb 10 hat mit Tina, die Tochter von Ruth‘ Bruder Don, abgeholt und wir sind nach Omaha gefahren. Wir haben dort den ganzen Vormittag und Mittag in einer Mall verbracht. Um 3 Uhr sind wir dann zurück nach Scribner zu ihr an die Arbeit gefahren. Sie arbeiten in einem Team, das Hochzeiten dekoriert also haben wir dort erst einmal Servietten gefaltet.

Es hat nicht lange gedauert, da kam ein typischer amerikanischer Schulbus auf den Hof gefahren. Der Fahrer: Don. Er wollte mich abholen und mich mit zu seiner Feed Lot nehmen. Also bin ich das erste mal mit so einem gelben Bus gefahren. Wir haben noch 3 Highschool Kids nachhause gebracht und sind dann zu der wirklich kleinen Feed lot gefahren. Er hat dort gerade mal 4 oder 5 Herden. Die erste kam vor ein paar Tagen aus Virginia (über 26 Stunden Fahrt), die nächste Herde solle bald zum Schlachter, die nächste Herde kam aus South Dakota und die vierte aus Wyoming.

Die Tiere werden hier sehr oft Meilen weit mit dem Truck transportiert, wie zum Beispiel diese Herde von Viginia nach Nebraska, obwohl es andere Herden gibt, die viel näher sind. Aber nein, diese Herden müssen dann auch wieder ganz weit weg in einen anderen Staat gebracht werden. Marketing entscheidet alles.

Auf dem Hof wurde gerade Maissilage gemacht, ich bin also eine Weile bei einem der Mitarbeiter auf dem Truck mit gefahren. Alter Truck, kleiner alter Häcksler und total vertrockneter Mais. Keine Ahnung wie man daraus noch Silage machen kann.

Als der Mitarbeiter mit mir los fahren wollte musste Don den Truck mit dem Trecker anschieben, damit er anspringt. Wirklich witzig! Hier werden alle Autos, Fahrräder, Trecker und LKWs gefahren, bis sie auseinander fliegen.

Mitten auf dem Feld sind wir aufeinmal über irgendetwas drüber gefahren. Als der Mitarbeiter nachgesehen hatte, meinte er nur, dass es ein Rinderkopf gewesen sei. Perfekt! Ich muss also nicht mehr nachfragen wie tote Rinder entsorgt werden!

Nach einer halben Stunde hat mich dann Don’s Frau abgeholt und mit auf die Farm genommen. Wir haben den restlichen Nachmittag dort verbracht bis Don endlich nachhause kam und wir nach Scribner ins Steakhouse fahren konnten. Nachdem wir gegessen hatten, haben die beiden mich nachhause gebracht. Ich wär am liebsten mit zu ihnen gefahren, aber jetzt sitz ich wieder hier in meinem Loch und versuche mal zu schlafen. Was auch immer mich morgen erwarten mag.ist der nicht riesig?

Die letzte Woche mit den Batie’s

Sonntag: Waren wir in der Kirche und es war so schön, dass mir die Tränen in den Augen standen! Die Musik ist echt klasse und einfach der ganze Gottesdienst! Es ist so bedauernswert, dass wir sowas in Deutschland nicht haben.

Nach der Kirche sind wir auf eine (für Amerika) sehr alte Farm zum Churchpicnic gefahren. Deutsche Auswanderer haben sie damals aufgebaut und die Besitzer haben über die vielen Jahre hinweg die Farm so gehalten, wie sie schon damals aussah. Sie ist wirklich richtig schön! Es gab eine kleine Rallye, bei der man Fragen zu der Farm beantworten und alte Gegenstände erraten musste. Die heutigen Besitzer betreiben einen Catering Service und daher gab es dann sehr gutes Abendessen dort. Naja, mein Geschmack war es nicht, aber die anderen haben es geliebt 😉

Abends bin ich dann noch mit Cicely bei ein paar Freunden gewesen. Nachdem ich 6 Wochen in „the middle of nowhere“ war tut es so gut etwas mit Gleichaltrigen zu machen!

Montag: Sind wir nach North Platte zum Golden Spike Tower gefahren. Dort kann man Eintritt bezahlen und dann den Zügen beim Fahren zusehen und von oben den Bahnhof für all die Güterzüge sehen 😉 WOW! Danach sind wir zu der Scout’s Rest Ranch gefahren. Diese Ranch wurde 1886 für Buffalo Bill (William Frederick Cody)  als ein Platz zum Ausruhen aufgebaut. Zu Mittag haben wir bei „the pink pudel“ gegessen. Das war ein kleines Retro-Restaurant mit vielen schwarz/weiß-Fotos von Elvis Presley, Marylin Monroe und co. an der Wand, Rosa Wänden, man konnte sich einmal um sich selbst drehen und hatte immer sich selbst im Blick wegen der vielen Spiegel, Ice-Cream-Leuchtschrift, Barhocker mit pinken Latexbezug und so weiter 😉

Dienstag: Bin ich morgens mit Barb zu den Sojabohnen Feldtag gefahren. Aufgebaut waren 1 großes und 5 kleinere Zelte mit riesen Flachbildschirmen! Am Anfang ging es um Zahlen wie viel Sojabohnen wo angebaut wurden und werden können und die Preise, aber dann ist es immer mehr zu Fachchinesisch gewurden und auch noch auf Englisch, dass ich irgendwann kaum noch meine Augen auf halten konnte. Barb und ich haben dann noch dort Mittag gegessen und dann hat mich Cicely abgeholt, weil wir noch nach Kearney wollten. In Kearney ging dann das Shoppen los 🙂 Allerdings weiß ich seit dem nicht mehr wie ich mein ganzes Zeug nach Deutschland bekommen soll!

Donnerstag: bin ich morgens mit Don im amerikanischen LKW in die Stadt gefahren. Das war spannend! 🙂 Ich liebe amerikanische Autos und LKW’s!

Freitag: Cicely ist schon morgens um 5 Uhr nach Lincoln  gefahren. (Sie studiert dort und in einer Woche fängt das nächste Semester an) Barb, Don und ich sind dann so um halb 11 auch los gefahren, haben in Kearney zu mittag gegessen und sind dann weiter nach Lincoln, Hauptstadt von Nebraska, zum State Capitol gefahren (wo die Regierung von Nebraska ihren Sitz hat) und hab da eine persönliche Führung und eine Freundschafts-Urkunde vom „secretary of state“ bekommen. Nächstes mal flieg ich einfach ohne Visa oder Esta in die U.S.A und sage am Flughaven, dass ich wilkommen bin. Bin ja nun schließlich „a Friend of Nebraska“ 😉 Abends habe ich dann noch eine Führung von Cicely über ihren Wesleyan College Campus bekommen und werde nun hier auch die Nacht verbringen. Morgen früh holen mich Don und Barb (die im Hotel übernachten) ab und bringen mich nach Scribner zu meiner letzten Hostfamily.

Klein ist die Welt!

Vor 3 Jahren hab ich noch die Schulbank in der Elisabeth-Selbert-Schule gedrückt. „Damals“ fand dort ein Workshop der ‚Young Americans‘ statt. Für die, die nicht wissen was das bedeutet:

Eine Horde junger Amerikaner von den verschiedensten Staaten (auch Canada) kommen nach Deutschland (und anderen Ländern) an die Schulen und bringen allen Schülern, die an dem Workshop teilnehmen verschiedene Musical Stücke, Tänze und Lieder bei. Dabei kann es durchaus sehr emotional werden. Ich war nicht die einzige, die in der einen oder anderen Situation heulen musste. Diese Amerikaner sind die besten Lehrer um den Kindern beizubringen, was Gemeinschaft heißt und ich kann mir nicht vorstellen, dass da jemand ist, der diesen Workshop nicht genossen hat.

Wie auch immer, die Amerikaner müssen natürlich irgendwo schlafen und da wir ein großen Haus haben, haben 2 Jungs bei uns geschlafen. James und Zach. Facebook macht es möglich: Zach ist auch nach 3 Jahren noch in meiner Freundesliste und wie es der Zufall so will, bin ich vor ein paar Tagen auf seiner Seite gelandet:
Zach Henry
Wohnt in Lincoln, Nebraska
Aus Arapahoe, Nebraska

Ich fand ja schonmal sehr lustig, dass er in dem Staat lebt, wo ich nun zu Gast bin.
Cicely studiert in Lincoln. Lincoln etwas größer als Kassel. Viel zu groß um jeden zu kennen. Ich hab Cicely trotzdem seine Seite gezeigt und ZUFALL: Zach’s Schwester ist eine Highschool-Freundin von ihr! Barb kennt ihn sogar persönlich!

So klein ist also die Welt. Ich mein, wir haben ja auch nur knapp 7 Milliarden Menschen auf dieser Erde 😉

 

Merkwürdige Gesetze in der U.S.A.

Alaska – Es ist verboten, lebende Elche aus sich bewegenden Flugzeugen zu stoßen
Maricopa County, Arizona – Es dürfen nicht mehr als sechs Mädchen in einem Haus leben
Blythe, California – Es ist nicht gestattet, Cowboystiefel zu tragen, wenn man nicht selbst mindestens zwei Kühe besitzt
Denver, Colorado – Es ist verboten, dem Nachbarn einen Staubsauger auszuleihen
Devon, Connecticut – Nach Sonnenuntergang ist es ungesetzlich, rückwärts zu laufen
Florida – Die Gebühr für an einer Parkuhr angebundene Elefanten ist die gleiche wie für Fahrzeuge
Chicago, Illinois – Es ist nicht gestattet zu fischen, während man auf dem Hals einer Giraffe sitzt
Lexington, Kentucky – Es ist illegal, ein Eis in einer Waffel in der Tasche zu haben
Baltimore, Maryland – Es ist verboten, einen Löwen mit ins Kino zu nehmen
Michigan – Frauen dürfen sich nur mit Erlaubnis des Ehemanns die Haare schneiden
Waterloo, Nebraska – Friseure dürfen zwischen 7 und 19 Uhr keine Zwiebeln essen
Cleveland, Ohio – Um eine Maus zu fangen, bedarf es einer Jagdlizenz
Hawthathorne, Oklahoma – Es ist ungesetzlich, eine hypnotisierte Person in ein Schaufenster zu stellen
Myrtle CReek, Oregon – Es ist illegal, mit einem Känguruh zu boxen
Morrisville, Pennsylvania – Frauen benötigen eine Lizenz zum Tragen von Kosmetik
Fountain Inn, South Carolina – Pferde müssen zu jeder Zeit mit Hosen bekleidet sein
Memphis, Tennessee – Frösche dürfen nach 23 Uhr nicht mehr quaken
LeFors, Texas – Es ist verboten, mehr als drei Schluck Bier im Stehen zu trinken
Barre, Vermont – Alle Einwohner müssen sonntags ein Bad nehmen
Wilbur, Washington – Das Reiten von häßlichen Pferden ist untersagt
Cheyenne, Wyoming – Die Einwohner dürfen mittwochs nicht duschen

 

Pig Wrestling mit meiner Mud-Hostfamily

Erst Mud-Volleyball, dann Mud-Fight und jetzt auch noch Pig-Wrestling. Ich glaube die wühlen hier das ganze Jahr über im Matsch rum.

Heute morgen fing der Tag wieder ziemlich langweilig an. Mal wieder haben die Kids ihre Tiere präsentiert und Bändchen bekommen. Diesmal also die Stiere. Ich hab schon aufgehört Fotos zu schießen, weil ich mich so gelangweilt habe. Dafür war aber Cicely heute auch mit dabei und als ich mit ihr in der „4H-Mensa“ essen war, kamen aufeinmal zwei Jungs (ich habs nicht so mit amerikanische Namen merken) zu uns und haben gefragt ob wir abends bei ihnen im Pig-Wrestling-Team mit machen wollen. Cicely meinte sofort nein. Man muss dazu sagen: Pig-Wrestling fand dieses Jahr das erste mal hier auf der Fair statt und somit wusste niemand um was genau sich es überhaupt handelt. Da meine letzten Tage dann aber doch etwas zu langweilig waren, hatte ich schon mehr Lust auf dieses Abenteuer, als Cicely. Egal, ich hab dafür gesorgt, dass wir dann doch beide zugestimmt haben und somit also Mitglieder im Pig-Wrestling-Team „The Vikings“  wurden.

Angefangen wurde mit den kleinen Kindern und Baby-Schweinchen. Nach Altersgruppen ansteigend wurden auch die Schweine immer größer. Da Cicely und ich also mit dein beiden Jungs ein Team gebildet hatten zählten wir zu dem „Männer-Teams“… Außer uns gab es noch 8 oder 9 andere Männer-Teams, allerdings WIRKLICH ohne Frauen 😉 Nur ein einziges Team bestand auch noch aus 2 Mädels und 2 Jungs.
Die Frauen-Teams waren also vor uns an der Reihe und die Größe der Schweine war wirklich noch in Ordnung. Ich hab mir gedacht, dass schaffen wir mit Leichtigkeit. Dann kam die erste Männer-Gruppe und………… RIESEN SCHWEINE 😀 wirklich, die waren riesig! Als ich das erste Schwein gesehen hab, kam dann auch schon die Nervosität und unser Team war sich einig, dass wir das kaum schaffen werden, dieses riesen Schwein m Wasser-Matsch zu fangen und dann auch noch in ein Wasser-Tank zu hiefen. Niemals! Viel zu schwer!

Dann wurde aber auch schon das zweite Team aufgerufen „the Vikings“ und es gab kein Zurück mehr…
Wie lange wir gebraucht haben? – Genau 33 Sekunden!
Welchen Platz wir gemacht haben? – Platz 6!
Wie viele Mädel’s in den Teams auf den Plätzen 1 bis 5 waren? – KEINE! Wir waren die schnellsten 🙂

Man, waren wir stolz!

Team „the Vikings“


ein paar Kinder mit den etwas kleineren Schweinchen (da waren durchaus noch kleinere Jungs und Mädels mit kleineren Schweinchen)

 „The Vikings“ sind startklar…..

und 33 Sekunden später….

…das Schwein in der Tonne!

Dawson County Fair and Mud Fight!!!

Nun ist die County Fair also im vollen Gange. Montag war erstmal einen Tag Break, Dienstag ging es dann mit den Horse Show’s weiter. Die Kids haben ihre Pferde präsentiert, wie vorher schon die Kälber und es gab Disziplinen wie Reining oder Trail. Zum Schluss kamen dann noch ein paar Therapie-Pferde mit Kindern in die Arena. Es gab wieder ein Lilabändchen für die Besten,  Blau für die Zweitbesten und Rot für die nicht so Guten. Barb und ich waren wieder den ganzen Tag mit Foto’s schießen beschäftigt.

Abends kamen dann Freunde von Cicely hier auf die Farm und es fand der jährliche Mud Fight statt! Eine wirklich lustige Sache! Don hat einen Tag bevor den Damm bei einem Feld kaputt gemacht, der eigentlich das Wasser bei den Pflanzen hält. So gibt es Matsch, sogar wenn es Monate lang kein Regen gibt. An Wasserverschwendung denkt man dann einfach mal garnicht. Ist ja genug im Boden 😉
Naja ich will mich nicht beschweren, ich hatte wirklich Spaß! Wir haben also die ältesten Klamotten angezogen, die wir finden konnten, die Kamera noch schnell in eine Plastiktüte gepackt und dann ging’s auch schon los zum Feld und die Jungs packten mich und ich hatte eine wunderschöne braune Tönung in den Haaren. Ich hab auch schon viel zu lange meine Haare nicht mehr gefärbt! Wir haben so lange mit Matsch um uns geschmissen bis jeder von uns wie ein Wildschwein aussah. Die Wasser-Piep’s waren dann die beste Möglichkeit den ersten Schmutz schonmal abzuwaschen. Allerdings eine extrem kalte Möglichkeit, da das Wasser ja direkt aus dem Boden kommt. Zurück auf der Farm gabs dann Hot Dog über dem Feuer und S’mores (Marshmallow und Schokolade zwischen zwei Keksen) und ich hab den deutschen DJ gespielt (Das Rote Pferd, Disco Pogo, Leidergeil, Urlaub fürs Gehirn, Farmer-Song, Luftbahn, ect)

Mittwoch morgen bin ich dann mit Cicely wieder zur Fair gefahren. Auf dem Weg dort hin haben wir das Wiener-Mobil gesehen, welches über Nacht die Städte wechselt. Wir mussten natürlich anhalten und ein Foto machen. Das ganze Fotografieren hat halt doch von den Taiwanesen abgefärbt.

Auf der Fair fanden dann die Dog Show’s statt. Erst haben die Kinder (mal wieder) ihre Tiere präsentiert und dann gab es einen Wettbewerb zwischen zwei Kindern mit ihren Hunden. Der Hund musste erst 1 Minute sitzen und dann 3 Minuten liegen. Angetreten sind ein Mädchen und ein Junge. Und besser könnte man garnicht sehen, was gut erzogen heißt und was schlecht erzogen heißt. Der Hund des Mädchen’s hat überhaupt nicht gemacht was er sollte und der Hund des Jungen hat aufs Wort gehorcht.

 

Donnerstag: Konnte ich erstmal richtig ausschlafen. Nachmittags bin ich dann mit Cicely in einen Cowboy-Shop gefahren. Die Verkäuferin war allerdings echt schlecht drauf und nachdem sie irgendjemanden am Telefon angeschriehen hat, hat sie uns unfreundlich raus geschmissen, weil sie den Laden schließen wollte. Auf der Fair fanden dann die Kleintier- Show’s statt. (Eine Echse, ein Camelion, ein Chinchilla, 2 Katzen, 10 Hasen und Unmengen Hühner). Wirklich langweilig war es!

Morgen finden dann die Steer Show’s statt und ich kann meine Cowboy-Klamotten anziehen (fast hätte ich wearen geschrieben)

 

Achja, mein Sonnenuntergang-Bild hat ein blaues Bändchen und mein Reflection-Bild hat ein lila Bändchen bekommen. Wobei das Blau ja meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt ist! Hätte auch lila sein können!

 

 

 

Ich bin angekommen!

…Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich mich hier wohl gefühlt habe, aber jetzt kann ich sagen: Ich bin wirklich angekommen!
In dem letzten Blog hab ich schon geschrieben, dass ein 4-H-Picknick stattfindet. Dieses ist nun also zuende und ich hab jetzt das Bedürfniss nocheinmal schnell einen Blog hinterher zu werfen…

Als all die Leute kamen war ich erstmal für einen Moment überfordert…So viele neue Gesichter, so viele neue Namen und alle wollen mit mir sprechen… Es ging dann aber ziemlich schnell zum Essen über und ich saß mit Cicely und ein paar Vätern am Tisch. Die Gespräche gingen um die deutsche und amerikanische Aussprache von dem selben Wort (wie so oft) und, was natürlich nicht aus bleibt an einem Tisch mit fast nur Männern, um das gute deutsche Bier!

Nach dem Essen habe ich dann mit Don die Power Point Präsentation aufgebaut und dann sollte ich auch schon vortragen. Wer mich kennt: Ich hasse es vor Leuten geplant zu sprechen, bin immer super nervös und kann nicht still stehen.

Okay, heute habe ich wirklich lange vorne gestanden und den Vortrag nicht einmal vorher geübt und was das wichtigste ist: auf Englisch erzählt!! (ohne überhaupt über die Sprache nachzudenken) Und es hat mir wirklich Spaß gemacht. Da war nicht mal ein Hauch Nervosität vorhanden. Ich hab alles rund um Landwirtschaft in Deutschland erklärt, was ich in den letzten 2 Jahren gelernt habe und über Autobahnen ohne Speedlimit, Entfernungen, Bevölkerungsdichte, Autos und natürlich noch einmal: Bier!

Zum Schluss kam Don zu mir und meinte „Your english is excellent!“ und das war das erste mal, dass ich diese Aussage geglaubt habe!

Alle waren begeistert von meinem Vortrag und haben sich bedankt und für übernächste Woche habe ich schon meinen nächsten Auftrag in einer kleinen Schule! Ich freue mich schon drauf 😉

Später als alle weg waren saß die ganze Familie noch eine Weile bei Sonnenuntergang am Feuer. Es war traumhaft!

Als ich mich später bettfertig gemacht habe, hab ich die ganze Zeit gegrinst und mir ist es erst aufgefallen als ich am Spiegel vorbei gelaufen bin…

Und jetzt kann ich sagen… Ja, ich bin hier wirklich angekommen!